Landkreis baut Ortsdurchfahrt Oppersdorf aus

Regensburg (R/L). Der Landkreis Regensburg baut die Ortsdurchfahrt Oppersdorf aus. Die Baumaßnahme an diesem Abschnitt der Kreisstraße R 15 haben am 19. Juni begonnen. Bis Ende Oktober, so der Zeitplan, soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein und die Ortsdurchfahrt wieder uneingeschränkt für die Verkehrsteilnehmer zur Verfügung stehen. Bei einem Ortstermin informierten sich Landrätin Tanja Schweiger und der Bürgermeister des Marktes Lappersdorf, Christian Hauner, über die angelaufenen Baumaßnahmen. Ortstermin zum Ausbau der Ortsdurchfahrt Oppersdorf, von links: Hans-Peter Heindl, Johannes Geß, Enno Scholz, Landrätin Tanja Schweiger, Bürgermeister Christian Hauner, Philipp Riedl, Christian Cesarz, Naomi Schütz, Maximilian Huber, Walter Emperhoff. Ortstermin zum Ausbau der Ortsdurchfahrt Oppersdorf, von links: Hans-Peter Heindl, Johannes Geß, Enno Scholz, Landrätin Tanja Schweiger, Bürgermeister Christian Hauner, Philipp Riedl, Christian Cesarz, Naomi Schütz, Maximilian Huber, Walter Emperhoff. Auf Einladung von Landrätin Tanja Schweiger nahmen am Ortstermin neben Bürgermeister Christian Hauner noch Enno Scholz und Philipp Riedl vom beauftragten Ingenieurbüro S² Beratende Ingenieure, Christian Cesarz und Maximilian Huber vom Markt Lappersdorf, Walter Emperhoff und Naomi Schütz von der Guggenberger GmbH sowie Hans-Peter Heindl und Johannes Geß von der Tiefbauverwaltung des Landkreises teil. Nachdem der Markt Lappersdorf für die an der Ortsdurchfahrt gelegenen Anwesen ohnehin eine umfassende Sanierung der Kanalanschlüsse vornehmen muss, habe sich - so Hans-Peter Heindl - angeboten, dieses Vorhaben mit dem vom Landkreis beabsichtigten Vollausbau der Ortsdurchfahrt zusammenzulegen. Dementsprechend würden auch die Gesamtbaukosten von 900.000 Euro zwischen dem Landkreis Regensburg und dem Markt Lappersdorf aufgeteilt; der Landkreis übernehme 650.000 Euro, der Markt Lappersdorf 250.000 Euro. Einschränkungen für Anlieger: Auf die baustellenbedingt vorgesehenen Umleitungen und Sperrungen angesprochen, schilderten Hans-Peter Heindl und Walter Emperhoff den oft schwierigen Spagat zwischen einer möglichst geringen Einschränkung für die Anlieger und Verkehrsteilnehmer auf der einen Seite, und eines zügigen und auch – für die Bauarbeiter- verkehrssicheren Baufortschritts auf der anderen Seite. Unbestritten sei, dass die Baumaßnahme eine große Belastung für die Anlieger und auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer sei, die diese Ortsdurchfahrt tagtäglich nutzten. Daher werde der Baufortschritt so geplant, dass diese Einschränkungen möglichst gering seien. Allerdings benötigten schon alleine die Baumaschinen einen gewissen Bewegungsradius, um effizient eingesetzt werden zu können. Und, was selbstverständlich noch wichtiger sei, es steige auch das Unfallrisiko für die vor Ort tätigen Bauarbeiter, je mehr Anlieger- und Durchgangsverkehr die Baustelle passiere. Ortsdurchfahrt während der Baumaßnahme gesperrt Die Ortsdurchfahrt Oppersdorf, so Hans-Peter Heindl weiter, sei daher für die Dauer der Baumaßnahme, also nach derzeitigem Stand bis Ende Oktober, gesperrt. Ausnahmen gelten nur für den Anliegerverkehr sowie für den Öffentlichen Personennahverkehr. Die Umleitungen seien ausgeschildert und erfolgten in beide Richtungen über die Kreisstraßen R 26 Hainsacker-Lorenzen, R 18 Lorenzen-Lappersdorf und R 15 Kareth. Die Bitte an die Verkehrsteilnehmer, die die Ortsdurchfahrt Oppersdorf ausschließlich für den Durchgangsverkehr nutzen, sei, die Umleitungen zu befolgen und die Baustelle somit großräumig zu umfahren. Für den Einbau der Asphaltdeckschicht in der Ortsdurchfahrt und außerhalb zwischen Oppersdorfer Straße und Kreisverkehr sei im August beziehungsweise September für einen kurzen Zeitraum von jeweils ein bis zwei Tagen eine komplette Vollsperrung notwendig, die auch für den Anliegerverkehr und für die öffentlichen Verkehrsmittel gelte. Sobald die genauen Termine dazu bekannt seien, würden die Anlieger mit Handzetteln und über die örtliche Presse rechtzeitig informiert, damit sie sich darauf einstellen könnten. Weitere Informationen zur Baumaßnahme: Die Baumaßnahme umfasst: A) Innerorts:
1. Vollausbau des gesamten Fahrbahnoberbaus 2. Erneuerung einer Stützmauer 3. Erneuerung bzw. Sanierung beschädigter und erneuerungsbedürftiger Anschlussleitungen der Straßeneinlaufschächte einschließlich der Abwasseranschlussleitungen zum Mischwasserkanal 4. Umgestaltung der Querungshilfe 5. Barrierefreier Ausbau der Bushaltebuchten B) Außerorts: Erneuerung der Fahrbahndecke von der Oppersdorfer Straße bis zum Kreisverkehr beim Gymnasium auf einer Länge von rund 500 Metern sowie Instandsetzung der Bankette. Bauzeit: 19.06.17 bis voraussichtlich Ende Oktober 2017 Anlass/Begründung für diese Maßnahme: Durchgeführte Bohrkernuntersuchungen und Aufschlüsse hatten ergeben, dass der Fahrbahnoberbau für die bestehende Verkehrsbelastung zu schwach bemessen ist. Die Asphalttragschicht wurde im Mittel mit nur einer Stärke von 9 cm angetroffen. Einer daraus folgenden Überbeanspruchung des Oberbaus der Kreisstraße R 15 konnte durch Unterhalts- und Instandsetzungsmaßnahmen nicht dauerhaft abgeholfen werden. Deshalb ist eine Erneuerung im Vollausbau mit einer Asphalttragschicht von 16 cm und Asphaltdeckschicht von 4 cm erforderlich. Durch die stetig steigenden Verkehrszahlen auf der Kreisstraße R 15 (176 Schwerverkehr Kfz/24h und 4804 Kfz-Gesamtverkehr Kfz/24h, Verkehrszählung 2010) sowie durch die ständige Überbeanspruchung des zu schwachen Asphaltoberbaus entstanden auf der vorhandenen Fahrbahn flächig Längs- wie auch Querrisse. Radweg: Wie generell praktiziert, wurde auch bei dieser Baumaßnahme im Vorfeld geprüft, ob ein Radweg mit angelegt werden kann. Weil dort der dafür erforderliche Platz - aufgrund der Straßenbreite und beidseitigen Gehwegen - nicht vorhanden ist, ist dies – so das Ergebnis dieser Prüfung – nicht möglich.