Der Landkreis Regensburg hat seinen dritten Bildungsbericht veröffentlicht. Er knüpft an die Berichte aus den Jahren 2017 und 2019 an und liefert einen aktuellen Überblick über die Bildungslandschaft im Landkreis – von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter. Neben aktuellen Daten zeigt der Bericht auch Entwicklungen der vergangenen Jahre auf. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Querschnittsthema Digitalisierung, das in allen Kapiteln anhand konkreter Praxisbeispiele beleuchtet wird.
Der Bildungsbericht bietet Menschen, die überlegen, in den Landkreis zu ziehen wie auch allen, die bereits hier wohnen einen umfassenden Überblick über alle verfügbaren Angebote im Bildungsbereich. Außerdem hilft er allen am Bildungsmonitoring Beteiligten, Defizite zu erkennen und inhaltliche Schwerpunkte zu setzen. Für politische Entscheidungsträger ist er zudem ein guter Anhaltspunkt, welche Themen im Bildungsbereich momentan besonderer Unterstützung bedürfen.
Gegliedert ist der Bildungsbericht in sechs Kapitel entlang der Stationen des lebenslangen Lernens. Betrachtet werden die regionalen Rahmenbedingungen, die frühkindliche Bildung und Betreuung, die allgemeinbildenden Schulen, die berufliche Bildung und Hochschulen sowie die Weiterbildung und non-formale Bildung. So entsteht ein umfassender Überblick über Bildungsangebote und -strukturen im Landkreis.
Landrätin Tanja Schweiger unterstreicht die Bedeutung des Bildungsberichts für die Weiterentwicklung des Landkreises:
„Bildung ist der Schlüssel für gesellschaftlichen Zusammenhalt und individuelle Zukunftschancen. Der Bildungsbericht liefert uns eine wertvolle Grundlage, um bestehende Stärken auszubauen und gezielt dort nachzusteuern, wo neue Bedarfe entstehen.“
Vielfalt fördern, Bildungschancen ausbauen
„Insgesamt ist der Landkreis Regensburg in allen Bildungsbereichen sehr gut aufgestellt“, fasst Bildungsmonitorerin Fr. Baumgartner die Ergebnisse zusammen. „Gleichzeitig zeigt der Bericht, welche Entwicklungspotenziale sich für die kommenden Jahre eröffnen.“ So bringt das Bevölkerungswachstum und der steigende Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund wertvolle Impulse für eine vielfältige Bildungslandschaft mit sich. Ziel ist es, diese Vielfalt in allen Altersstufen gezielt zu fördern und Bildungschancen weiter auszubauen. Auch der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter eröffnet den Gemeinden die Möglichkeit, Bildungs- und Betreuungsangebote sowohl quantitativ als auch qualitativ nachhaltig weiterzuentwickeln.
Ein besonderes Aushängeschild des Landkreises Regensburg ist die große Vielfalt der non-formalen Bildung. Von Familienbildung über kulturelle und ökologische Angebote bis hin zur Jugend- und Vereinsarbeit zeigt der Bericht eindrucksvoll, welchen hohen Stellenwert Bildung im Landkreis einnimmt – auch jenseits formaler Bildungswege.
Investitionen für zukunftsfähige Schulen
Digitale Bildung ist dabei längst zu einem festen Bestandteil der Bildungslandschaft geworden. Der Landkreis stärkt die digitalen Kompetenzen aller Altersgruppen durch verschiedene Projekte. Insbesondere im schulischen Bereich wurden in den vergangenen Jahren umfangreiche Investitionen getätigt, um die Schulen zukunftsfähig auszustatten. Ergänzend dazu wurden die medienpädagogische sowie die informationstechnische Beratung durch die Staatlichen Schulämter im Landkreis und in der Stadt Regensburg weiterentwickelt.
Auch in der frühkindlichen Bildung und in der Seniorenbildung setzt der Landkreis gezielt Akzente: Mit Projekten wie „Startchance kita.digital“ oder dem Modellprojekt „MuT-Partner“ wird der bewusste und kompetente Umgang mit digitalen Medien gefördert. Ziel ist es, langfristig die Bildungsteilhabe für alle Generationen zu sichern.
Der 3. Bildungsbericht des Landkreises Regensburg steht hier zum Download bereit.
Hintergrund Bildungsbericht: Der Bildungsbericht war zunächst Teil der Aufgaben des Bildungsmanagements / Bildungsmonitorings im Projekt „Bildung integriert“ (gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union), in dessen Rahmen der 1. (2017) und 2. (2019) Bildungsbericht veröffentlicht wurden. Im Anschluss daran (seit Mai 2021) wurden das Bildungsmanagement und Bildungsmonitoring verstetigt. Regelmäßige Berichterstattung gehört zu den Aufgaben des Bildungsmonitorings – ohne rechtliche Verpflichtung. Bereits 2022 sollte der Bericht aktualisiert werden, was unter anderem wegen Corona verschoben wurde. Die aktualisierten Daten sind unter anderem eine wichtige Grundlage für die Arbeit der Bildungsregion Regensburg mit ihrem Netzwerk.

Landrätin Tanja Schweiger (li.) und Bildungsmonitorerin Fr. Baumgartner stellten den 3. Bildungsbericht des Landkreises Regensburg vor. Foto: Wille