Der neu gewählte Kreistag des Landkreises Regensburg hat seine Arbeit aufgenommen. Unter Vorsitz von Landrätin Tanja Schweiger wurden bei der konstituierenden Sitzung am 12. Mai 2026 im großen Sitzungssaal des Landratsamtes die neu gewählten Kreistagsmitglieder vereidigt. Zur neuen Stellvertreterin der Landrätin wählte der Kreistag Kreisrätin Irmgard Sauerer. Sie löst damit Willi Hogger ab, der dieses Amt in den vergangenen zwei Wahlperioden ausübte. Zu weiteren Stellvertretern der Landrätin wurden Kreisrat Thomas Gabler und Kreisrat Josef Schütz bestellt. Bislang hatten Kreisrätin Maria Scharfenberg, die zum 30. April 2026 aus dem Kreistag ausgeschieden ist, und Kreisrätin Petra Lutz diese Aufgaben wahrgenommen.
Zudem legte der Kreistag die Besetzung von Ausschüssen sowie zahlreicher weiterer Gremien fest. Wie bereits in den vergangenen Wahlperioden soll die bisherige Geschäftsordnung für den Kreistag auch für diese neue Wahlzeit vorerst weiter gelten. Zu möglichen Anpassungen soll eine interfraktionelle Arbeitsgruppe Vorschläge erarbeiten und diese dem neuen Kreistag in einer der nächsten Sitzungen zur Beratung und Beschlussfassung vorlegen.
Zu Beginn der konstituierenden Sitzung betonte Landrätin Tanja Schweiger in ihrer Begrüßungsrede die besondere Verantwortung des neu gewählten Kreistages in einer Zeit gesellschaftlicher und politischer Herausforderungen. Angesichts einer zunehmend angespannten politischen Stimmungslage weltweit, in Europa und in Deutschland sei es umso wichtiger, dass die örtlichen Verantwortlichen konstruktiv und respektvoll zusammenarbeiten. Der Kreistag sei kein Parlament im klassischen Sinne, sondern ein Kollegialorgan, dessen Aufgabe es sei, gemeinsam tragfähige Lösungen für den Landkreis und seine Bürgerinnen und Bürger zu entwickeln. Trotz unterschiedlicher politischer Auffassungen in der Sache müsse stets das Wohl der Menschen im Landkreis im Mittelpunkt stehen. Landrätin Tanja Schweiger warb deshalb für ein harmonisches und verantwortungsvolles Miteinander aller Fraktionen und Kreisräte.
Der Kreistag habe – so die Landrätin weiter – in der Vergangenheit trotz unterschiedlicher Auffassungen in Einzelfragen stets große Einigkeit darüber gezeigt, wie der Landkreis zukunftsfähig weiterentwickelt werden solle. Gerade angesichts der zunehmend angespannten finanziellen Situation der kommunalen Gebietskörperschaften komme dem konstruktiven Zusammenwirken des Kreistages besondere Bedeutung zu.
Für die kommenden sechs Jahre kündigte die Landrätin ein ambitioniertes Arbeitsprogramm an, um die Attraktivität des Landkreises als Wohn-, Lebens- und Wirtschaftsstandort weiter auszubauen. Darüber hinaus solle die erfolgreiche Digitalisierungsoffensive im Landratsamt fortgesetzt werden, um das Dienstleistungsangebot für die Bürgerinnen und Bürger weiter zu verbessern. Im Gesundheitsbereich solle die Kreisklinik Wörth a.d.Donau durch die geplante bauliche Erweiterung sowohl medizinisch als auch wirtschaftlich nachhaltig gestärkt und die dortigen Arbeitsplätze langfristig gesichert werden.
Die neuen Fraktionssprecher des Kreistages
In der konstituierenden Sitzung wurden auch die neuen Fraktionssprecher der dem Kreistag angehörenden Parteien bekanntgegeben.
- CSU: Kreisrat Matthias Beer
- Freie Wähler: Kreisrat Harald Stadler
- AfD: Kreisrat Georg Bäumel
- Grüne: Kreisrat Dr. Merten Niebelschütz
- SPD: Kreisrat Sebastian Koch
- ÖDP: Kreisrat Herbert Hanwalter
- JU: Kreisrat Richard Limmer
Die Linke mit Daniela Deisenroth und dieFDP mit Raphael Dirnberger gehören als Einzelkreisräte dem Kreistag an und haben somit keinen Fraktionsstatus.

Der neue Kreistag 2026/32_Gruppenfoto im Foyer des Landratsamtes nach der konstituierenden Sitzung am 12. Mai 2026. Fotos: H. C. Wagner

