KERL setzt auf wirtschaftlich tragfähige Energieprojekte

Die Kommunale Energie Regensburger Land eG (KERL) hat in ihrer Generalversammlung am 23. April im Landratsamt die weitere Ausrichtung ihrer Energieprojekte im Landkreis Regensburg bera-ten und festgelegt. Ziel bleibt es, die kommunale Energiewende im Landkreis zu begleiten und wirtschaftlich tragfähige Projekte umzusetzen.

Grundlage war eine Bewertung der bisherigen und potenziellen Geschäftsfelder vor dem Hintergrund veränderter Marktbedingungen. Dabei wurde die KERL durch das Beratungsunternehmen re-sult begleitet, welches die Genossenschaft und die kreisangehörigen Gemeinden auch künftig bei der Entwicklung und Umsetzung von Energieprojekten unterstützen wird. Ein Schwerpunkt bleibt die Dach-Photovoltaik, die aus Sicht der KERL weiterhin ein tragfähiges Geschäftsfeld darstellt. Auch die Windkraft im Landkreis Regensburg wird weiterhin als wirtschaftlich interessantes Handlungsfeld bewertet, wenngleich entsprechende Projekte mit einem hohen Kapitalbedarf verbunden sind.

Bei Photovoltaik-Freiflächenanlagen sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen derzeit anspruchsvoll. Gleichzeitig sieht die KERL bei gesicherten Flächen weiterhin Entwicklungschancen. In diesem Zusammenhang wird eine Kooperation mit Ørsted angestrebt, um auch künftig wirtschaftlich tragfähige Projekte umsetzen zu können. Der dänische Energiekonzern Ørsted ist eines der weltweit führenden Unternehmen für erneuerbare Energien an Land und gehört zu den Weltmarktführern in der Offshore-Windenergie.

Wärmeprojekte im ländlichen Raum bleiben herausfordernd. Auch Wasserstoff wird weiterhin als Zukunftsthema gesehen, eine belastbare wirtschaftliche Bewertung ist derzeit jedoch nur eingeschränkt möglich. Die KERL verfolgt weiterhin ihren Anspruch, die Städte und Gemeinden im Landkreis auch künftig verlässlich bei Energieprojekten zu unterstützen. Die Genossenschaft versteht sich dabei als Instrument kommunaler Zusammenarbeit und regionaler Wertschöpfung.

Landrätin Tanja Schweiger, Vorstandsvorsitzende der KERL eG, betont: „Für unsere Städte und Gemeinden ist die KERL ein wichtiges Unterstützungsinstrument. Gerade bei komplexen Energieprojekten ist es entscheidend, dass Know-how vor Ort gebündelt wird und die Kommunen auf verlässliche fachliche Unterstützung zurückgreifen können.“

Maximilian Köckritz, Wirtschaftsreferent des Landkreises Regensburg sowie Geschäftsführer der KERL eG und der Projekt GmbH, erklärt: „Die KERL ist auf einem guten Weg. Mit einer begrenzten Personal- und Kapitalausstattung haben wir bereits Beachtliches für die Region geleistet. Dafür gilt auch den Städten und Gemeinden unser ausdrücklicher Dank für die gute Zusammenarbeit und die verlässliche Unterstützung.“

Markus Oberhoff, Vorstand von re-sult, sagt: „Die Marktbedingungen verändern sich laufend. Deshalb ist es richtig, die Rahmenbedingungen regelmäßg zu überpfrüfen.“

Legten bei der Generalversammlung der Kommunale Energie Regensburger Land eG (KERL) die weitere Ausrichtung ihrer Energiepro-jekte im Landkreis Regensburg fest: (v.r.) Markus Oberhoff, Vorstand von re-sult, Landrätin Tanja Schweiger, Vorstandsvorsitzende der KERL eG; Herr Sedlmeier, Geschäftsleiter des Landkreises Regensburg; Herr Köckritz, Geschäftsführer der KERL eG sowie Herr Ferstl, Landratsamt Regensburg. Foto: Massi/LRA Regensburg