Mit einer gut besuchten Auftaktveranstaltung hat das Landratsamt Regensburg kürzlich den formellen Startschuss für die Erstellung des Klimaanpassungskonzepts für den Landkreis Regensburg gegeben. Das Konzept soll künftig eine strategische Grundlage bilden, um den Landkreis gezielt auf Klimarisiken vorzubereiten.
Während des zweijährigen Projektzeitraums von März 2025 bis Februar 2027 wird systematisch untersucht, welche Anpassungsstrategien erforderlich sind, um den Landkreis sowie die Kreisverwaltung bestmöglich auf die Folgen des Klimawandels einzustellen. Der Klimawandel betrifft Natur und Landschaft ebenso wie die Bevölkerung und die regionale Wirtschaft – entsprechend breit ist der Ansatz des Projekts angelegt.
Die Auftaktveranstaltung fand im Energie-Bildungszentrum um:welt in Regensburg statt. Landrätin Tanja Schweiger begrüßte die Teilnehmenden und betonte die Notwendigkeit frühzeitiger Planung:
„Unser Ziel ist es, den Landkreis so aufzustellen, dass wir auch bei künftigen Herausforderungen handlungsfähig bleiben. Ein fachlich gut abgestimmtes Konzept schafft Sicherheit für die Menschen vor Ort – bei der Versorgung, der Infrastruktur und im täglichen Leben – und trägt zugleich dazu bei, unsere Heimat für kommende Generationen zu erhalten.“
Das vom Landkreis beauftragte Planungsbüro energielenker projects GmbH stellte gemeinsam mit dem Klimaanpassungsmanagement des Landkreises Regensburg den aktuellen Arbeitsstand vor. Präsentiert wurden erste Analysen zu bestehenden und erwarteten Belastungen durch den Klimawandel sowie die methodischen Schritte der weiteren Konzepterarbeitung. Obwohl das Konzept innerhalb der Kreisverwaltung entwickelt wird, fließen durch die Beteiligung externer Akteure und Fachstellen zusätzliches Fachwissen und Erfahrungen ein. Beteiligt waren unter anderem das Wasserwirtschaftsamt Regensburg, Bayerischer Bauernverband – Kreisverband Regensburg, das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der Zweckverband zur Wasserversorgung Laber-Naab sowie die Gesellschaft zur Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs (GFN). Die enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Fachleuten und dem Planungsbüro soll ein praxisorientiertes Konzept hervorbringen, das konkrete Handlungsoptionen für die kommenden Jahre bietet.
In einem vertiefenden Workshop zur sogenannten Betroffenheitsanalyse diskutierten Mitarbeitende des Landratsamts sowie externe Fachleute mögliche Auswirkungen von Hitzeereignissen, Starkregen oder längeren Trockenphasen auf Infrastruktur, Naturhaushalt, Gesundheit, Wirtschaft und kommunale Aufgabenbereiche. Die Ergebnisse fließen unmittelbar in die weitere Konzeptentwicklung ein und unterstützen die Priorisierung künftiger Maßnahmen.
Gefördert wird das Projekt „Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für natürlichen Klimaschutz für den Landkreis Regensburg“ (FKZ 67DAAN0341) von Zukunft – Umwelt – Gesellschaft gGmbH (ZUG). Die ZUG setzt im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz die Förderrichtlinie „Anpassung an die Folgen des Klimawandels – Natürlicher Klimaschutz“ um.

Mit einer gut besuchten Auftaktveranstaltung hat das Landratsamt Regensburg kürzlich den formellen Startschuss für die Erstellung des Klimaanpassungskonzepts für den Landkreis Regensburg gegeben.