Der Landkreis Regensburg treibt seine Bildungsoffensive konsequent voran und investiert gezielt in den Ausbau und die Modernisierung seiner Schulen. Bei einer Besichtigung des Gymnasiums Lappersdorf informierten sich Landrätin Tanja Schweiger und Mitglieder des Schulausschusses am Freitag, 16. Januar 2026, über den aktuellen Stand der laufenden Baumaßnahmen. Im Mittelpunkt standen dabei Ausbau von Raumbedarf sowie die langfristige Ausrichtung des Schulstandorts auf steigende Schülerzahlen.
Am Gymnasium Lappersdorf entstehen durch zwei Bauprojekte zusätzliche Unterrichtsräume. Die Einhausung der bisherigen Dachterrasse zur Nutzung als Freiklassen konnte Anfang 2026 weitgehend abgeschlossen werden und geht zum Halbjahr in Betrieb. Parallel laufen die Vorbereitungen für den Modulbau, der im zweiten Quartal 2026 startet, und zum Schuljahresbeginn 2026/27 abgeschlossen sein soll. Mit beiden Maßnahmen werden insgesamt acht neue Unterrichtsräume geschaffen.
Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 3,6 Millionen Euro. Der Eigenanteil des Landkreises beträgt rund zwei Millionen Euro, die restliche Finanzierung erfolgt über Zuschüsse des Freistaats Bayern.
Langfristige Bildungsstrategie für einen wachsenden Landkreis
Landrätin Tanja Schweiger unterstreicht den Stellenwert der Maßnahmen: „Gezielte Investitionen in Neubauten, in die Sanierung von Schulgebäuden, in eine zeitgemäße digitale Ausstattung sowie in moderne Lernkonzepte schaffen leistungsfähige Schulen – barrierefrei und energetisch nachhaltig. Sie sind ein klares Zukunftsversprechen an die jungen Menschen im Landkreis. Wir handeln vorausschauend, weil gute Bildung die Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe, wirtschaftliche Stärke und den Zusammenhalt unserer Region ist. Wer heute in Bildung investiert, sichert morgen Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit.“
Der zusätzliche Raumbedarf am Gymnasium Lappersdorf ergibt sich insbesondere aus der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9) sowie aus den steigenden Schülerzahlen. Die aktuelle Schulentwicklungsprognose bis 2034 weist vor allem an den Gymnasien einen deutlichen Zuwachs der Schülerzahlen aus. Am Schulstandort Lappersdorf werden derzeit weitere Unterrichtsräume errichtet. Mittelfristig wird aber auch hier ein vollständiger fünfzügiger Ausbau notwendig sein.
Rund 150 Millionen Euro für Bildung in zehn Jahren
Die Maßnahmen in Lappersdorf sind Teil einer umfassenden und langfristig angelegten Bildungsstrategie. In den vergangenen zehn Jahren hat der Landkreis Regensburg als Sachaufwandsträger jährlich rund 15 Millionen Euro in den Ausbau, die Sanierung und die Modernisierung seiner Schulen investiert – insgesamt rund 150 Millionen Euro. Damit setzt der Landkreis bewusst einen Schwerpunkt im kommunalen Investitionsgeschehen.
Ergänzend zu den baulichen Maßnahmen wurde die schulische Digitalisierung in den vergangenen Jahren deutlich vorangetrieben. Investitionen in Glasfaseranschlüsse, flächendeckendes WLAN, digitale Tafeln und Endgeräte schaffen zeitgemäße Lernbedingungen und unterstützen neue pädagogische Konzepte.
Mit den aktuellen Bauvorhaben am Gymnasium Lappersdorf stärkt der Landkreis Regensburg nicht nur einen einzelnen Schulstandort, sondern setzt ein deutliches Signal für seine Bildungsoffensive: Bildung bleibt eine der zentralen Zukunftsaufgaben der kommunalen Politik.

Informierten sich über den Stand der Erweiterung des Gymnasiums Lappersdorf: v.l.: Angelika Ritt-Frank, Bürgermeisterin der Gemeinde Mintraching; Stellvertretender Landrat Willi Hogger, Irmgard Sauerer, Bürgermeisterin der Gemeinde Brennberg; Karl Söllner, Bürgermeister der Gemeinde Brunn, Landrätin Tanja Schweiger, Joachim Gutthan von Gutthan HIW Architekten GmbH, Max Häusler, Tiefbau Landratsamt Regensburg; Thomas Fischer, Schulverwaltung Landkreis Regensburg, Rektorin Birgit Ruckdäschel sowie die Kreisräte Ulrich Brey, Rainer Mißlbeck, Dr. Eva Schropp und Erich Kufner.