Der Landkreis Regensburg geht bei der digitalen Transformation der Verwaltung neue Wege. Mit dem Projekt „Mindshift@Verwaltung“, das in Kooperation mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) umgesetzt wurde, positioniert sich der Landkreis als innovativer Vorreiter für einen verantwortungsvollen, praxisnahen Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im öffentlichen Dienst.
Im Mittelpunkt des Projekts stand die Frage, wie digitale Werkzeuge und KI-Anwendungen die tägliche Verwaltungsarbeit sinnvoll unterstützen können – ohne den Menschen aus der Verantwortung zu nehmen. Entwickelt und begleitet wurde „Mindshift@Verwaltung“ von einer Studierendengruppe des interdisziplinären Studiengangs „International Relations and Management (B.A.)“ der OTH Regensburg, unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Julia Hartmann. Beteiligt waren Johannes Pindl, Kim Oetjen, Ujjwal Jaiswal, Uchenna Herbert, Alessandro Hufmann und aus dem Landratsamt Harald Hillebrand und Markus Becker.
Klare Signale aus der Verwaltung
Eine anonyme Mitarbeiterumfrage, an der sich Beschäftigte aus unterschiedlichen Fachbereichen des Landratsamtes beteiligten, lieferte wichtige Erkenntnisse: Die Offenheit gegenüber digitalen Lösungen und KI ist hoch. Deutlich wurde der Bedarf an Sicherheit im Umgang mit neuen Technologien, Datenschutz und ethischen Fragestellungen.
Landrätin Tanja Schweiger unterstreicht die strategische Bedeutung des Projekts: „Der Landkreis Regensburg versteht Digitalisierung als Chance, unsere Verwaltung leistungsfähiger, bürgernäher und zukunftssicher aufzustellen. ‚Mindshift@Verwaltung‘ zeigt, dass Innovation und Verantwortung zusammengehören. Wir wollen unsere Mitarbeitenden befähigen und ihnen Sicherheit geben – denn gute Verwaltung bleibt immer menschlich.“
Wissenschaft und Praxis Hand in Hand
Prof. Julia Hartmann von der OTH Regensburg hebt den Modellcharakter der Zusammenarbeit hervor: „Das Projekt zeigt beispielhaft, wie Verwaltung und Hochschule voneinander profitieren können. Die Ergebnisse machen deutlich, dass erfolgreiche Digitalisierung weniger eine technische als eine kulturelle Frage ist. Entscheidend sind Transparenz, Qualifizierung und Vertrauen – dann kann KI als unterstützendes Werkzeug eingesetzt werden.“
Vorbild für andere Kommunen
Mit „Mindshift@Verwaltung“ verfolgt der Landkreis Regensburg einen ganzheitlichen Ansatz, der Organisationsentwicklung, Führungskultur und Technologie zusammenführt. „Die gewonnenen Erkenntnisse fließen nun in konkrete Handlungsempfehlungen für die tägliche Arbeit ein, beispielsweise für gezielte Schulungskonzepte“, so Harald Hillebrand, Abteilungsleiter Digitalisierung am Landratsamt Regensburg.
Der Landkreis Regensburg setzt damit ein klares Signal: Moderne Verwaltung braucht Innovation, aber ebenso Haltung, Verantwortung und den Menschen im Mittelpunkt.

(v.l.n.r.): Petra Grimm (Sachgebietsleiterin Kreisfinanzverwaltung), Alexander Völkl (Sachgebietsleiter Digitalisierung), Kim Oetjen, Johannes Pindl, Herbert Uchenna, Alessandro Hufmann (Studierende der OTH), Markus Becker (Digitalisierungskoordinator), Günter Steiner (Sachgebietsleiter Informations- und Kommunikationstechnik), Harald Hillebrand (Abteilungsleiter Öffentlichkeitsarbeit und Digitalisierung) und Landrätin, Tanja Schweiger.