Über den aktuellen Stand der Bauarbeiten an der Max-Ulrich-von-Drechsel-Realschule in Regenstauf informierten sich Landrätin Tanja Schweiger und Mitglieder des Kreistags im Rahmen einer Baustellenbesichtigung am 2. März. Im Mittelpunkt standen dabei die Neuerrichtung der Dreifachsporthalle sowie der Bau des neuen Schulschwimmbades. Vor Ort verschafften sich die Kreisräte gemeinsam mit der Landrätin einen Eindruck vom Baufortschritt. Für fachliche Auskünfte standen Hr. Fischer von der Schulverwaltung sowie Mitarbeiter vom Sachgebiet Hochbau am Landratsamt Regensburg zur Verfügung. Die Fertigstellung der Sporthalle ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen. Die Inbetriebnahme des Schulschwimmbades ist für das Jahr 2027 geplant. Mit diesen Maßnahmen setzt der Landkreis seine langfristige Bildungsoffensive fort. Da die Sportstätten auch von den Vereinen und Schulen in Regenstauf genutzt werden, beteiligt sich auch der Markt Regenstauf finanziell bei beiden Baumaßnahmen.
„Mit der neuen Sporthalle und dem Schulschwimmbad schaffen wir nicht nur moderne Gebäude, sondern investieren ganz bewusst in die Lebensqualität unserer jungen Menschen. Schule ist heute weit mehr als Unterricht – sie ist Lern-, Bewegungs- und Begegnungsraum. Unser Ziel ist es, moderne, barrierefreie und nachhaltige Bildungsorte zu schaffen, die den Anforderungen von morgen gerecht werden. Gleichzeitig stärken wir damit den Schul- und Vereinsstandort Regenstauf insgesamt“, betont Landrätin Tanja Schweiger.
Dreifachsporthalle kurz vor der Fertigstellung
Die Bauarbeiten für die Dreifachsporthalle werden in wenigen Wochen beendet. Baubeginn war im Juni 2023. Derzeit laufen noch kleinere Restarbeiten sowie die Feinmontagen und Inbetriebnahmen der technischen Anlagen. Der Sportboden mit der Linierung wurde zwischenzeitlich fertiggestellt. Nach der Baufeinreinigung müssen noch Lufthygienemessungen durchgeführt werden. Sobald diese abgeschlossen sind, erfolgt der Umzug der vorhandenen Sportgeräte aus der alten Sporthalle sowie die Anlieferung neuer Sportgeräte. Dann kann der Erweiterungsbau in Betrieb gehen. Im Schuljahr 2025/26 besuchen 736 Schülerinnen und Schüler die Realschule Regenstauf. Die Gesamtkosten für den Neubau der Dreifachsporthalle an der Realschule Regenstauf belaufen sich auf 19,6 Millionen Euro, wovon der Landkreis Regensburg 11,2 Millionen Euro trägt; die restliche Finanzierung erfolgt durch Zuschüsse des Freistaats Bayern sowie des Marktes Regenstauf. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen.
Schwimmhalle in Holzhybridbauweise im Bau
Mit der Errichtung der Schwimmhalle setzt der Landkreis seine Investitionen im Bildungsbereich fort. Baubeginn für die Schwimmhalle war im April 2025. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2027 geplant. Im März 2026 sollen die Rohbauarbeiten abgeschlossen werden. Im April sollen dann die Holz- und Stahlbauarbeiten fertiggestellt werden. Sobald das Dach abgedichtet ist, werden voraussichtlich im Mai die Haustechnikgewerke mit der Installation beginnen. Die Schwimmhalle wird in Holzhybridbauweise errichtet. Das Becken in Stahlbeton und der Aufbau dann in Holzbauweise. In der Schwimmhalle werden sich 5 Schwimmbahnen als Doppelübungsstätte befinden. Die Kosten für das neue Schulschwimmbad betragen 19,5 Millionen Euro, der Anteil des Landkreises liegt bei 10,18 Millionen Euro; auch hier erfolgt die restliche Finanzierung durch Zuschüsse des Freistaats Bayern sowie des Marktes Regenstauf. Die Inbetriebnahme des Schulschwimmbades ist für das Jahr 2027 geplant.
Nachhaltige Energieversorgung und hohe energetische Standards
Die Wärmeversorgung der Turnhalle sowie des künftigen Schwimmbades erfolgt über ein Hackschnitzelkraftwerk, das vom Markt Regenstauf errichtet beziehungsweise erweitert wird. Damit wird bewusst auf eine regionale und erneuerbare Energiequelle gesetzt. Die Dächer werden extensiv begrünt und zugleich umfassend mit Photovoltaik-Modulen ausgestattet. Der erzeugte Strom wird vorrangig für den Eigenverbrauch genutzt und trägt so zu einem wirtschaftlichen und klimafreundlichen Betrieb der Gebäude bei. Das Gebäude erfüllt die energetischen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG); darüber hinaus entsprechen die Wärmedurchgangskoeffizienten der Gebäudehülle den Vorgaben der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) für ein Effizienzgebäude 40.
Langfristige Bildungsoffensive: Rund150 Millionen Euro für moderne Lernorte
Die Bildungsinfrastruktur hat für den Landkreis Regensburg seit vielen Jahren hohe Priorität. In den vergangenen zehn Jahren investierte der Landkreis als Sachaufwandsträger zielgerichtet in den Betrieb, Ausbau und die Modernisierung seiner Schulstandorte. So flossen jährlich rund 15 Millionen in die Stärkung der regionalen Bildungsinfrastruktur. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern zeitgemäße Lernbedingungen zu bieten und die Schulen zugleich zukunftsfähig aufzustellen. Mit dem anhaltenden Bevölkerungswachstum im Landkreis steigen auch die Schülerzahlen an den weiterführenden Schulen – dieser Entwicklung trägt der Landkreis mit gezielten Bau- und Sanierungsmaßnahmen Rechnung. Als nächstes ist der Bau eines weiteren Gymnasiums geplant.
Schulentwicklung bis 2034: Wachsende Schülerzahlen im Blick
Die Schulentwicklungsprognose bis 2034 zeigt ein starkes Wachstum, insbesondere an den Gymnasien Neutraubling (+840) und Lappersdorf (+445). Bei den Realschulen fällt der Zuwachs moderater aus, bleibt aber ebenfalls spürbar. Am Gymnasium Lappersdorf werden derzeit weitere Unterrichtsräume errichtet. Mittelfristig wird aber auch hier ein vollständiger fünfzügiger Ausbau notwendig sein.
Digitalisierung der Schulen konsequent vorangetrieben
Der Landkreis hat die Digitalisierung seiner landkreiseigenen Schulen in den vergangenen Jahren konsequent und mit erheblichem eigenem Mitteleinsatz vorangetrieben. Insgesamt wurden seit 2018 Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rund 5,6 Mio. Euro umgesetzt, wobei der Landkreis davon rund 1,6 Mio. Euro aus eigenen Haushaltsmitteln getragen hat. Unterstützend flossen hierfür rund 4 Mio. Euro an Fördermitteln von Bund und Freistaat, darunter etwa 2,1 Mio. Euro aus dem Digitalpakt 2019–2024. Im Mittelpunkt der Investitionen standen der flächendeckende Ausbau der IT- und Netzwerkinfrastruktur, die Anbindung über Glasfaser, die WLAN-Ausleuchtung der Schulgebäude, die Installation digitaler Tafeln sowie die Beschaffung mobiler Endgeräte für den Unterricht und für Lehrkräfte. Darüber hinaus wurden Administration, Supportstrukturen und technische Standards kontinuierlich weiterentwickelt, um einen stabilen und zukunftsfähigen Betrieb sicherzustellen. Trotz der deutlichen Fortschritte bleibt die Digitalisierung eine Daueraufgabe. Steigende Lizenzkosten, der weitere Ausbau der IT-Administration sowie der bislang hohe Verwaltungsaufwand bei Förderverfahren zeigen, dass auch künftig kontinuierliche Investitionen und tragfähige Finanzierungsstrukturen erforderlich sind. Die geplante Umstellung auf pauschale Zuweisungen durch den Freistaat wird hierbei als wesentliche Verwaltungsvereinfachung bewertet.
Schülerbeförderung als zentrale Aufgabe des Landkreises
Zum Stichtag 01.10.2025 hat der Landkreis Regensburg über 8700 Fahrkarten für Schülerinnen und Schüler ausgestellt. An der Realschule Regenstauf haben 634 Schülerinnen und Schüler Fahrkarten erhalten. Für die Schülerbeförderung sind im Haushalt 2026 des Landkreises Regensburg knapp 4,9 Millionen Euro eingeplant. Diese Zahlen machen deutlich, welchen hohen Stellenwert die Schülerbeförderung im Landkreis Regensburg einnimmt.



Über den aktuellen Stand der Bauarbeiten an der Max-Ulrich-von-Drechsel-Realschule in Regenstauf informierten sich Landrätin Tanja Schweiger und Mitglieder des Kreistags im Rahmen einer Baustellenbesichtigung am 2. März.
Fotos: HCWagner