Regensburg setzt zum Equal Pay Day 2026 ein starkes Zeichen für Lohngerechtigkeit

Der Aktionstag markiert symbolisch die bestehende Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. In diesem Jahr liegt der Gender Pay Gap in Deutschland bei 16 Prozent. Das bedeutet: Frauen arbeiten rechnerisch bis Ende Februar unbezahlt, während Männer bereits seit dem 1. Januar für ihre Arbeit entlohnt werden. Deutschland gehört damit weiterhin zu den Schlusslichtern in der EUAnlässlich des Equal Pay Day lud das Regensburger Aktionsbündnis am Dienstag, 24. Februar 2026 zu einem Pub Quiz unter dem Motto „Equal Pay every day“ in das Degginger ein.

Die Equal Pay Day Kampagne hat das Ziel, die Aufmerksamkeit für die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern zu schärfen sowie deren Ursachen sichtbar zu machen und strukturelle Lösungen zu fördern. Seit 2008 wird die Kampagne vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und von Business and Professional Women e.V. initiiert.

Landrätin Tanja Schweiger: Der Equal Pay Day kennzeichnet die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen für gleiche Arbeit. Lohngerechtigkeit, unbezahlte Sorgearbeit und Altersarmut bei Frauen gehören immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Ich danke dem Netzwerk für das starke Engagement. Zusammen mit Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer habe ich gerne zum wiederholten Mal die Schirmherrschaft übernommen.

Kampagnenmotto 2026: „equal pay every day“

Unter diesem Motto rückt die Kampagne 2026 in den Fokus, wie sich die geschlechterspezifische Lohnlücke im Laufe des Lebens entwickelt und auswirkt – von der frühen Prägung durch Rollenbilder in Kindheit und Jugend über Berufswahl und Familiengründung bis hin zur Rente und weiblicher Altersarmut. Anhand der verschiedenen Lebensphasen wird deutlich, wie gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Strukturen Lohngleichheit immer wieder erschweren – und an welchen Stellschrauben angesetzt werden muss, damit Equal Pay nicht nur symbolisch, sondern an jedem Tag Realität wird.

Der Equal Pay Day ist mehr als nur ein Tag im Kalender. Er macht jährlich auf die bestehende Entgeltun-gleichheit aufmerksam und würdigt zugleich die Fortschritte, die bereits erreicht wurden. Frauen verdienen im Durchschnitt immer noch weniger als Männer. Gründe hierfür sind unter anderem:

  • Frauen übernehmen häufiger unbezahlte Sorgearbeit
  • Sie arbeiten öfter in Teilzeit und in schlechter bezahlten Branchen
  • In Führungspositionen sind sie deutlich seltener vertreten
  • Selbst bei vergleichbaren Tätigkeiten verdienen Frauen durchschnittlich rund 6 Prozent weniger als Männer

Die Lohnlücke wirkt sich nicht nur auf das aktuelle Einkommen aus, sondern auf die gesamte finanzielle Lebensplanung. Fehlende Lohngerechtigkeit bedeutet geringere Existenzsicherung und erhöht das Risiko von Altersarmut. Eine gleiche Bezahlung ist daher ein zentraler Baustein für die wirtschaftliche Eigenständigkeit von Frauen. Chancengleichheit im Beruf und Lohngerechtigkeit sind Schlüssel zur tatsächlichen Gleichberechtigung – und davon profitieren Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt.

„Schirmfrauen“ des Equal Pay Day

„Beschirmt“ wurde der Regensburger Equal Pay Day erneut von Landrätin Tanja Schweiger und  Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Gemeinsam mit dem Regensburger Aktionsbündnis setzten sie ein starkes Zeichen für Lohngerechtigkeit. Denn Equal Pay darf kein Zukunftsziel bleiben – Equal Pay muss jeden Tag Realität sein.

Veranstalterinnen und Unterstützung

Das Regensburger Aktionsbündnis Equal Pay Day steht unter der Federführung der Business and Professional Women Regensburg e.V.
Beteiligt sind außerdem:

  • Bundesagentur für Arbeit
  • Jobcenter Landkreis Regensburg
  • DGB Oberpfalz
  • Bündnis 90/Die Grünen
  • SPD-Frauen
  • Jusos
  • Gleichstellungsstellen der Stadt und des Landkreises Regensburg

Sponsorinnen:

  • Sparkasse Regensburg
  • REWAG
  • Atelier fünfdrei

(v.l.n.r.) Sonja Förg, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Regensburg, Sandra Gretschel, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Regensburg, Ingrid Asche, BPW und Leiterin des Aktionsbündnis Equal Pay Day, Katja Ertl, DGB, Barbara Lang, Atelier fünfdrei, Iris Middelhove, BPW, Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Andra Diermeier, SPD-Frauen, Martha Glück, die Grünen, Landrätin Tanja Schweiger, Fr. Siegler, Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Regensburg.
Foto HCWagner