Zeichen für eine würdevolle Begleitung am Lebensende

Rund 400 Teilnehmer kamen zum Bayerischen Hospiz- und Palliativtag ins Regensburger Jahnstadion, darunter zahlreiche Fachleute. Unter dem Leitmotiv „WERT(E)VOLL“ standen Information, Austausch und Begegnung rund um die Hospiz- und Palliativversorgung im Mittelpunkt. Die Veranstaltung machte deutlich: Sterben und Abschied sind Teil des Lebens. Sie verdienen Aufmerksamkeit, Offenheit und Unterstützung.

Bereits im Vorfeld des Bayerischen Hospiz- und Palliativtags unterzeichneten Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger und die stellvertretende Landrätin Irmgard Sauerer die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“. Die Charta setzt sich für eine umfassende, würdevolle und bedarfsgerechte Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase ein und stärkt das Bewusstsein für die Bedeutung hospizlicher und palliativer Angebote.

Auch das Leitmotiv „WERT(E)VOLL“ des Bayerischen Hospiz- und Palliativtags rückte den Menschen in den Mittelpunkt. Das Motto erinnert daran, dass jeder Mensch wertvoll ist – unabhängig von Alter, Krankheit oder Pflegebedarf. Werte wie Menschlichkeit, Respekt, Fürsorge und Solidarität prägen die tägliche Arbeit in der Hospiz- und Palliativversorgung und zeigen, wie eine Gesellschaft mit Menschen in besonders sensiblen Lebenssituationen umgeht. An Informationsständen und Mitmachangeboten präsentierten zahlreiche Vertreter von Einrichtungen, Diensten und Initiativen aus Stadt und Landkreis Regensburg ihre Arbeit. Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Hospiz- und Palliativversorgung fest in der Gesellschaft verankert sein sollte und Berührungsängste gegenüber den Themen Krankheit, Sterben und Tod abgebaut werden können.

Landrätin Tanja Schweiger sagte: „Eine werteorientierte Begleitung am Lebensende ist Ausdruck einer menschlichen und solidarischen Gesellschaft. Der Bayerische Hospiz- und Palliativtag macht sichtbar, wie viele Menschen sich mit großem Engagement dafür einsetzen, schwerstkranken und sterbenden Menschen sowie ihren Angehörigen beizustehen. Die Hospiz- und Palliativversorgung lebt von Respekt, Mitgefühl und einem starken Miteinander – Werte, die in Stadt und Landkreis Regensburg jeden Tag gelebt werden.“

Ebenso würdigte Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger die Arbeit der zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Kräfte. Ein besonderer Dank galt den vielen Ehrenamtlichen, die Betroffenen und ihren Angehörigen Zeit, Aufmerksamkeit und menschliche Nähe schenken.

Stadt und Landkreis Regensburg verfügen über ein gut funktionierendes Netzwerk aus Hospiz- und Palliativeinrichtungen, Beratungsstellen und ehrenamtlichen Diensten. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig diese Zusammenarbeit ist, um Betroffenen und ihren Angehörigen wohnortnahe und verlässliche Unterstützung anzubieten. Neben dem fachlichen Austausch blieb auch Raum für persönliche Begegnungen und Gespräche über Themen, die viele Menschen betreffen, im Alltag jedoch oft zu wenig Beachtung finden. Der Bayerische Hospiz- und Palliativtag setzte damit ein starkes Zeichen für mehr Offenheit im Umgang mit Krankheit, Sterben und Trauer sowie für eine Kultur der Menschlichkeit und des Miteinanders.

Regensburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger und Landrätin Tanja Schweiger sprachen an Informationsständen mit Ehrenamtlichen über ihre Arbeit. Fotos: Sebastian Bauer