Barbinger Ortsteile zittern vor den Flutpoldern

Schweiger sichert Unterstützung zu – In Eltheim ein Bild vor Ort gemacht – Termin mit Ausschussmitgliedern des Landtags im April.
Eltheim. Die Bürger in den Barbinger Ortsteilen sind besorgt: Im südöstlichen Landkreis könnten in naher Zukunft Flutpolder entstehen. Um die Sorgen und Nöte der verunsicherten Bürger zu erfahren, machte sich nun die Landtagsabgeordnete der Freien Wähler, Tanja Schweiger, selbst ein Bild vor Ort und suchte das Gespräch. Zum Ortstermin hatten die Gemeinderatskandidaten der Freien Wähler und des BürgerForums Barbing geladen. „Wir vom BürgerForum wissen in Tanja Schweiger eine schlagkräftige Mitstreiterin im Landtag, die es nicht scheut, engagiert den Anliegen betroffener Bürger ein politisches Sprachrohr im Landtag zu geben“, betonte Hans-Peter Landsmann. Nun benötige Barbing eine starke Stimme in München, denn es sei dringend notwendig, die sinnvolle Machbarkeit von Flutpoldern im Raum Regensburg fundiert zu beleuchten.
Schweiger betonte, dass die Staatsregierung anscheinend um jeden Preis Polder bauen wolle, ohne die sehr stimmigen Gegenargumente genauer zu betrachten. „In dieser Frage müssen wir über Parteigrenzen hinweg zusammenhalten, um das Beste für unsere Heimat zu erreichen“, betonte die Landtagsabgeordnete. Es störe sie besonders, dass von der Staatsregierung nicht auf die Ängste der Bevölkerung eingegangen werde. In Eltheim ließ sie sich vom Ortssprecher der IG Polder aus Eltheim, Thomas Schachtner, den Umfang der geplanten Flutpolder genauer erläutern. „Dadurch könnte der Grundwasserspiegel enorm ansteigen“, warnte Schachtner. „Die Bürger in den Barbinger Ortsteilen erleben schon jetzt starke Beeinträchtigungen durch das gestiegene Grundwasser“, betonte er. Infolge der Donauanstauung sei der Grundwasserspiegel ohnehin um knapp einen Meter angestiegen. „Ein erneuter Eingriff in die Grundwasserpegel hätte für alle Hausbesitzer im südlichen Landkreis fatale Folgen“, machte der Barbinger Kreistagskandidat Hans-Peter Landsmann deutlich.
Dem stimmte auch Harald Stadler, der Kreisvorsitzende der Freien Wähler, zu. Sein Ziel sei es, die Staatsregierung nochmals zum Umdenken zu bewegen. „Hier bedarf es weiterer Gutachten“, unterstrich er. Landrat Herbert Mirbeth, der bereits ein Gutachten in Auftrag gab, hätte dazu einen wichtigen Schritt unternommen.
Der Eltheimer Michael Beimler indes hofft, dass die Staatsregierung einlenkt und die Situation vor Ort konkreter betrachtet. Vor nicht allzu langer Zeit hätten viele Eltheimer ihre Grundstücke mit der Rhein-Main-Donau getauscht, berichtete er. Ihnen sei die Zusage gemacht worden, dass ihre Flächen dadurch künftig vom Hochwasser verschont bleiben würden. Doch nun würde die Staatsregierung die Gutmütigkeit der Eltheimer erneut strapazieren. „Wir werden nicht zusehen, wie die Felder erneut unter Wasser stehen und anschließend versucht wird, begangene Fehler provisorisch zu korrigieren“, hob Beimler hervor.
Tanja Schweiger sicherte den Eltheimern ihren unermüdlichen Einsatz zu. Sie habe sich im Umweltausschuss des Landtags bereits dafür eingesetzt, dass voraussichtlich im April ein Ortstermin stattfinden würde. Bei diesem Termin sollen die Ausschussmitglieder des Landtags die Situation in den betroffenen Dörfern selbst in Augenschein nehmen. „Ich werde mich hier weiterhin mit voller Kraft für unsere Bürger stark machen“, unterstrich sie.

Eltheim Ortstermin Flutpolder

Eltheim Ortstermin Flutpolder

Foto: Die Landtagsabgeordnete Tanja Schweiger machte sich in Eltheim ein Bild vor Ort. Sie will für die Anliegen der Bürger eintreten.